Integrierte Versorgung
Mit der" integrierten Versorgung" oder "Managed Care" wird ein bedeutender Schritt zur Revision des Krankenversicherungsgesetzes gemacht. Thomas Weibel führte als Fraktionssprecher der CEg durch das Geschäft und begründete die Zustimmung zu den Mehrheitsanträgen. Er erachtet die Revision als Schritt in die richtige Richtung, auch wenn er sich mehr Wettbewerb und eine stärkere Ökonomisierung des schweizerischen Gesundheitswesesns wünscht.
Die integrierte Versorgung ist ein medizinisches Versorgungssystem, welches eine ganzheitliche, von einer Hand gesteuerte Gesundheitsversorgung durch die gesamte Behandlungskette über die verschiedenen Versorgungssektoren hinweg gewährleistet. Das bedeutet, dass der im Netzwerk tätige Hausarzt für die Zuweisung zu einem Spezialisten zuständig ist und eine Kostenmitverantwortung trägt. Die Vorlage bezieht Versicherer, Leistungserbringer und Versicherte in die Lösung ein. alle drei involvierten Parteien werden in die Pflicht genommen. Deshalb liegt ein ausgewogener Kompromiss auf dem Tisch.
Durch die gesteigerte Qualität der Versorgung werden sich Kosteneinsparungen realisiern lassen: weniger Mehrfachuntersuchungen und weniger Falschmedikamentationen.
Dass finanzielle Anreize das Verhalten der Versicherten verändern können, hat die differenzierte Kostenbeteiligung zugunsten der Generikamedikamente gezeigt. Auch die integrierte Versorgung wird mit einem differenziertem Selbstbehalt und einer geringeren maximalen kostenbeteiligung gefördert.
Die Vorlage geht nun an den Ständerat. Hoffentlich bleibt sie kompakt und wird nicht verwässert.
